Badenheim,
05
Juni
2019
|
09:47
Europe/Amsterdam

Vom Graben zum Internet in Badenheim

Heiko Jäger (rechts), Teamleiter Netzplanung bei Westnetz im Regionalzentrum Rhein-Nahe-Hunsrück, verschafft sich mit Bauleiter Andreas Klippel (links) einen Überblick über die Baustelle in Badenheim.

  • Westnetz baut Gemeinden in Rheinhessen mit FTTH-Technik aus
  • Surfen ohne Ladepausen – bis zu 300 Megabit pro Sekunde schnell

Heiko Jäger, Teamleiter Netzplanung bei Westnetz im Regionalzentrum Rhein-Nahe-Hunsrück, ist auf dem Weg in die kleine, rund 580 Einwohner zählende, Gemeinde Badenheim, um hier den Baufortschritt zu überprüfen. Vor kurzem hat das Regionalzentrum Rhein-Nahe-Hunsrück hier mit dem Ausbau des Breitbandnetzes begonnen.

So wie hier in Badenheim sieht man aktuell in vielen Orten Bagger graben, große Kabelrollen am Straßenrand stehen und technische Geräte zur Kabelverlegung im Einsatz. Ziel ist es, die sogenannten „weißen Flecken“ mit schnellem Internet zu versorgen.

Doch wie funktioniert das überhaupt? Was passiert in den Straßen und wie werden die einzelnen Häuser mit Breitband versorgt? „Um die Ortschaften, Straßenzüge, Aussiedlerhöfe, Schulen oder Gewerbebetriebe mit Breitband zu versorgen, sind verschiedene technische Geräte nötig. Denn zuerst muss ein entsprechendes Leerrohr in die Erde gebracht werden. Dies funktioniert zum Beispiel mit einer Kabelfräse, einem Kabelpflug oder mit dem Bagger. Es wird ein Graben geschaffen, in den das Leerrohr verlegt wird“, erklärt Jäger.

„Danach werden die Glasfaserbündel in die Leerrohre eingebracht und die Glasfaser eingeblasen. Hierzu kommt ebenfalls ein spezielles Gerät zum Einsatz“, erzählt er weiter. Die Verlegung der Kabel erfolgt in der technisch modernsten Variante - Fiber to the Home (FTTH). Bei dieser Technik werden die Glasfaserkabel direkt bis zum Haus verlegt. Die moderne Technik bringt viele Vorteile für die Endverbraucher mit sich, zum einen gewährleistet sie die höchstmögliche Verfügbarkeit, eine gleichbleibend stabile Datenübertragungsrate auch bei größerer Distanz zum Verteiler. Selbst bei steigender Nutzerzahl bleibt die Übertragungsrate konstant. So erhalten die Anwohner Übertragungsraten von derzeit bis zu 300 Megabit pro Sekunde.

Für Gewerbebetriebe sind Übertragungsraten bis in den Gigabit Bereich möglich. Jeder Anlieger, der den Auftrag dazu erteilt, erhält dann sein eigenes Glasfaserkabel bis ins Haus. Dazu wird ein kleiner Graben von der Straße bis zum Haus erstellt. An dem Glasfaserbündel, das an der Straße, meist im Bürgersteig verläuft, wird ein Glasfaserrohr abgeleitet und bis ins Haus verlegt. Im Haus werden ein Konverter und ein Modem installiert. Wer sich neben dem Glasfaseranschluss noch für einen Strom-/Gashausanschluss interessiert, kann auf den Kombi-Anschluss zurückgreifen. Weitere Informationen dazu unter https://iam.westnetz.de/fuer-bauherren