Kirschroth,
09
Dezember
2019
|
17:46
Europe/Amsterdam

Vom Graben zum Internet in Kirschroth

Peter Klingels (rechts), Netzplaner bei Westnetz im Regionalzentrum Rhein-Nahe-Hunsrück, Ortsbürgermeisterin Uly Stroh (2.v.l.) verschafften sich mit Alois Dohm, Geschäftsführer Firma Dohm, einen Überblick über die Baustelle in Kirschroth.

  • Bauarbeiten haben bereits begonnen
  • Westnetz baut Gemeinde mit FTTH-Technik aus
  • Surfen ohne Ladepausen – bis zu 300 Megabit pro Sekunde

Mitte Oktober hat Westnetz in Kirschroth mit den Bauarbeiten zum Breitbandausbau begonnen. Es wird gebaggert und gebohrt – so wie hier sieht man aktuell in vielen Orten Bagger graben, große Rohrtrommeln am Straßenrand stehen und technische Geräte zur Rohrlegung im Einsatz. Ziel ist es, die sogenannten „weißen Flecken“ im Landkreis Bad Kreuznach mit schnellem Internet zu versorgen. In Kirschroth und darüber hinaus arbeitet die Firma Dohm aus Bell im Auftrag der Westnetz.

Peter Klingels, Netzplaner bei Westnetz im Regionalzentrum Rhein-Nahe-Hunsrück, schaute sich gemeinsam mit Ortsbürgermeisterin Uly Stroh die Baustelle in Kirschroth an. „Um die Haushalte, Aussiedlerhöfe, Schulen oder Gewerbebetriebe mit Breitband zu versorgen, sind verschiedene technische Geräte nötig. Denn zuerst muss ein entsprechendes Leerrohr in die Erde gebracht werden. Dies wird beispielsweise mit einer Kabelfräse , einem Kabelpflug oder mit dem Bagger ermöglicht. Es wird ein Graben geschaffen, in den das Leerrohr eingebracht wird“, erklärt Klingels.

„Danach werden die Glasfaserkabel in die Leerrohre eingeblasen. Hierzu kommt ebenfalls ein spezielles Gerät zum Einsatz“, erläutert er weiter. Die geschaffene Netzinfrastruktur entspricht der modernsten Telekommunikations- und Datenanbindung für die Anwohner - Fiber to the Home (FTTH). Bei dieser Technik werden die Glasfaserkabel direkt bis ins Haus gebracht. Die moderne Technik bringt viele Vorteile für die Endverbraucher mit sich. Zum einen gewährleistet sie die höchstmögliche Verfügbarkeit und eine gleichbleibend stabile Datenübertragungsrate auch bei größerer Distanz zum Glasfasernetzverteiler. So stehen den Anwohnern Bandbreiten von derzeit bis zu 300 Megabit pro Sekunde zur Verfügung.

Die Tiefbauarbeiten sollen bis Mitte Januar 2020 abgeschlossen sein, dann wird mit dem Einblasen der Glasfaserkabel begonnen. Voraussichtlich bis Ende Juni 2020 sollen alle unterversorgten Adressen der Ausschreibung an das schnelle Netz angeschlossen sein. Dann stehen den Anwohnern Übertragungsraten von 300 Megabit pro Sekunde und mehr zur Verfügung. „Mit der Firma Dohm funktioniert der Ausbau hervorragend in der Gemeinde,“ sagte Stroh auf der Baustelle.

Für Gewerbebetriebe sind Übertragungsraten bis in den Gigabit Bereich möglich. Jeder Anlieger, der den Auftrag dazu erteilt, erhält sein eigenes Glasfaserkabel bis ins Haus.. Dieses endet im Hausanschlussraum dann in einem Anschlusskasten (APL) und wird im zusätzlichen Konverter (ONT) zur Nutzung des privaten Routers aufgelegt. Wer sich neben dem Glasfaseranschluss noch für einen Strom-/Gashausanschluss interessiert, kann auf den Kombi-Anschluss zurückgreifen. Weitere Informationen dazu unter https://iam.westnetz.de/fuer-bauherren

Für eventuelle Erschwerungen im Baustellenbereich bittet Westnetz um Verständnis. Die Arbeiten sind notwendig, um die Anschlussnehmer der Ortsgemeinde Kirschroth mit Breitband zu versorgen.