Neuenkirchen,
13
Juni
2017
|
06:59
Europe/Amsterdam

Westnetz baut eine neue Umspannanlage in Neuenkirchen

Neuenkirchen

  • Umspannanlage wird moderner Knotenpunkt für die Energieversorgung in der Region
  • Rund fünf Millionen Euro investiert Westnetz in den Neubau

Bild (v.l.n.r.): Bürgermeister Franz Möllering und Bürgermeister Berthold Bültgerds (beide mit blauen Helmen) erhalten einen ausführlichen Einblick in den Projetplan zum Baustart der Umspannanlage

Westnetz baut eine neue 110.000-/30.000-/10.000-Volt-Umspannanlage an der Wettringer Straße in Neuenkirchen. Rund fünf Millionen Euro investiert das Unternehmen in den Bau der Anlage. Diese wird moderner Knotenpunkt der Energieversorgung in der Region. 

„Die neue Umspannanlage stellt in Zukunft die Stromversorgung in Wettringen und Neuenkirchen sicher“, sagt Ludger Brüffer, Leiter des Regionalzentrums Ems-Vechte bei der Westnetz GmbH. „Hier wird die Energie aus dem Hochspannungsnetz auf kleinere Spannungsebenen umgewandelt und in die örtlichen Netze verteilt. In umgekehrter Reihenfolge bieten die neuen Transformatoren ausreichend Leistungsreserven, um den hier in der Region erzeugten Strom aus erneuerbaren Energien, wie beispielsweise aus Windkraftanlagen, in die regionalen Verteilnetze und das Hochspannungsnetz einzuspeisen."

Die Firma Beton und Monierbau baut gemeinsam mit weiteren Partnerunternehmen im Auftrag der Westnetz auf einer Fläche von circa 10.000 Quadratmetern eine sogenannte 110.000-Volt-Doppelstichanlage mit zwei Transformatoren, die jeweils eine Leistung von 40 Megavoltampere liefern können. In einem neuen Schaltgebäude wird die 30.000-Volt- und 10.000-Volt-Doppelsammelschiene untergebracht. Von hier aus erfolgt die Verteilung des Stroms in die einzelnen Ortschaften. „Mit einer intelligenten Schutz- und Steuerungstechnik ausgestattet, können wir die Umspannanlage von unserer Netzleitstelle Osnabrück rund um die Uhr ferngesteuert überwachen“, sagt Martin Diekmann, verantwortlicher Projektleiter bei der Westnetz. „So können die Kollegen in der Netzleitstelle jederzeit die Auslastung der Umspannanlage prüfen und gegebenenfalls eingreifen.“ Die Umspannanlage wird voraussichtlich ab Herbst 2018 in Betrieb genommen. Mit der Inbetriebnahme der neuen Anlage kann Westnetz auch die alten Stationen in Wettringen an der Werninghoker Straße und in Neuenkirchen am Burgsteinfurter Damm abrüsten.

Wettringener Bürgermeister Berthold Bültgerds sagt: „Mit der Investition verbessert Westnetz nachhaltig und zukunftsorientiert die Stromversorgung in der Region. Haushaltskunden und Gewerbebetriebe profitieren von einem leistungsstarken Stromnetz.“

Eine Umspannanlage ist Teil des Stromnetzes und dient der Verbindung unterschiedlicher Spannungsebenen. Denn die elektrische Energie wird auf ihrem Weg vom Kraftwerk, wo sie erzeugt wird, zum Endverbraucher auf mehreren Spannungsebenen transportiert, um eine möglichst verlustarme Übertragung zu erhalten. Die Umspannanalage in Neuenkirchen transformiert die elektrische Energie beispielsweise von 110.000 Volt auf 10.000 Volt. Für den einzelnen Verbraucher werden diese 10.000 Volt dann in Ortsnetzstationen auf 400 Volt umgespannt.

 

 

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