Rietberg,
22
Februar
2018
|
00:00
Europe/Amsterdam

Westnetz baut Umspannanlage in Rietberg um

v.l. Projektleiter Egbert Petermann und Netzbereichsleiter Dietmar Wieck (beide Westnetz) zeigen die neue Steuerung der 10.000-Volt Schaltanlage in der Umspannanlage Rietberg, die sich derzeit im Umbau befindet. 

  • Modernisierung auf technisch neuesten Stand
  • Zukunftsfähig für Ausbau erneuerbarer Energien
  • rund 1,6 Millionen Euro Investition

Seit einigen Wochen tut sich was am Westnetz-Standort an der Bahnhofstraße in Rietberg. Dort wird zur Zeit die Umspannanlage umgebaut und auf den technisch neuesten Stand gebracht. Die innogy-Verteilnetztochter macht damit das Stromnetz in Rietberg und Umgebung fit für die Zukunft. Rund 1,6 Millionen Euro investiert das Unternehmen in den Ausbau der Anlage. Am Standort Rietberg erfolgt die Verteilung des Stroms in die umliegenden Ortschaften und die Aufnahme des regenerativ erzeugten Stroms aus dem nachgelagerten Netz.

Mit 110.000 Volt kommt der Strom in der Umspannanlage an. Dort wird er von zwei Transformatoren auf die Spannungsebene von 10.000 Volt umgewandelt und weiter in Rietberg verteilt. Ein dritter Transformator wandelt die Spannung von 10.000 Volt in 30.000 Volt um, die benötigt werden, um den Strom nach Mastholte weiter zu leiten. Die zugehörigen Hochspannungsschaltanlagen werden von der Netzleitstelle Arnsberg aus überwacht und ferngesteuert. Derzeit errichten die Techniker neue Mittelspannungsschaltanlagen im Schalthaus aus den 90er Jahren. Schrittweise werden die Stromkreise auf die neue Technik umgeschwenkt. Im Anschluss wird das alte Schalthaus aus den 60er Jahren zurückgebaut. Die Rietberger bekommen davon nichts mit – die Stromversorgung bleibt während der gesamten Baumaßnahme zuverlässig gewährleistet.

„Mit dem Umbau der Umspannanlage stellen wir weiterhin die Stromversorgung in Rietberg und Mastholte sicher und modernisieren das Netz für die Anforderungen der Energiewende“, sagt Egbert Petermann, Leiter des Projektes bei Westnetz. „In Zukunft werden wir in Rietberg neueste Steuerungs- und Fernüberwachungstechnik für den reibungslosen Netzbetrieb nutzen. Die Anlage wird leistungsstark ausgebaut, um den hier in der Region erzeugten Strom aus erneuerbaren Energien, wie Windkraft-, Photovoltaik- oder auch Biogasanlagen im Stromnetz zu verteilen. Sie wird von unserer Netzleitstelle in Arnsberg rund um die Uhr überwacht und ferngesteuert. Die Kollegen in der Netzleitstelle bekommen durch die neue Technik jetzt mehr Informationen zur jeweiligen Situation im Netz und können vorausschauend eingreifen.“

Dietmar Wieck, Leiter des Westnetz-Netzbereiches in Rietberg erklärt: „Von hier aus verteilen wir den Strom nach Rietberg und Mastholte und sorgen für einen zuverlässigen Netzbetrieb. Für meine Kollegen und mich ist die Bedienung dieser neuen Anlage deutlich komfortabler. Moderne Bedienteile und die kompaktere Bauweise werden uns die Arbeit erleichtern. Wir freuen uns, wenn die neue Anlage Ende Mai vollumfänglich in Betrieb gehen wird.“

Hintergrund: Eine Umspannanlage ist Teil des Stromnetzes und dient der Verbindung unterschiedlicher Spannungsebenen. Denn die elektrische Energie wird auf ihrem Weg vom Kraftwerk, wo sie erzeugt wird, zum Endverbraucher auf mehreren Spannungsebenen transportiert, um eine möglichst verlustarme Übertragung zu erreichen. Die Umspannanalage in Rietberg transformiert die elektrische Energie beispielsweise von 110.000 Volt auf 10.000 Volt. Für den einzelnen Verbraucher wird diese Spannung dann in Ortsnetzstationen auf 400 Volt umgespannt. Über dieselben Spannungsebenen werden in umgekehrter Richtung die regenerativen Energien aus der Region zum Weitertransport in das Stromnetz eingespeist.