Saffig,
12
September
2018
|
10:15
Europe/Amsterdam

Westnetz beendet Tiefbauarbeiten am Breitbandnetz in der Verbandsgemeinde Adenau

Mit einem sogenannten Cablejet-System werden die Glasfaserkabel in die Leerrohre eingeblasen.

  • Glasfaserkabel für noch ausstehende Ausbaubereiche werden jetzt eingeblasen
  • Arbeiten dauern bis Ende September an

Die Arbeiten am Breitbandnetz in den Ortsgemeinden der Verbandsgemeinde Adenau gehen gut voran. Mit der Verlegung der letzten Leerrohre in der Ortsgemeinde Harscheid sind die Tiefbauarbeiten zum Glasfaserausbau abgeschlossen. Dafür legte die Westnetz GmbH, Verteilnetzbetreiber von innogy SE, rund 62 Kilometer Leerrohre, brachte ca. 180 Kilometer Mikrorohre (Speedpipes)ein und stellte dreizehn neue Multifunktionsgehäuse sowie Glasfaserverteilschränke auf.

Jetzt werden die letzten Strecken der insgesamt über 60 km Glasfaserkabel eingebracht. Der Einzug der Glasfaserkabel erfolgt von den Verknüpfungspunkten des Glasfasernetzes in den Ortsgemeinden zu den neu aufgestellten Multifunktionsgehäusen. Das Multifunktionsgehäuse verbindet das Glasfasernetz mit den Kupferleitungen, die vom Kabelverteilerschrank in die Häuser führen. Mit einem sogenannten Cablejet-System werden die Glasfaserkabel in die Leerrohre „eingeblasen“. Dabei wird mit Hilfe eines Kompressors im Leerrohr ein starker Luftstrom erzeugt, der das Kabel vorwärts bewegt. Zusätzlich schiebt ein mechanischer Antrieb das Kabel weiter voran. Jochen Walgenbach, Netzplaner im Regionalzentrum Rauschermühle erklärt: „Mit dieser Technik können an einem Stück bis zu 4.000 Meter Glasfaserkabel mit einer Geschwindigkeit von rund 70 Metern in einer Minute sozusagen eingeblasen werden. Nachdem die Kabel in die Schächte und Multifunktionsgehäuse eingejettet sind, erfolgt das Spleißen. So nennt man das Verbinden der Glasfaser-Enden in den Verbindungsmuffen und an den Eckpunkten.“ Wenn diese Schritte geschafft sind, kann die Aktiv-Elektronik eingebaut und die Dienste aufgeschaltet werden.