Lüdinghausen,
16
Februar
2018
|
00:00
Europe/Amsterdam

Westnetz bietet Vögeln Nistplätze auf Hochspannungsmasten

Heinrich Schlüter (NABU), Andre Ebert (Westnetz), Erich Hirsch (NABU), Andreas Matern (Westnetz), Fabian Narloch (Westnetz), Dr. Irmtraud Papke (Leiterin des Biologischen Zentrums), Marvin Schwalbert (Westnetz) und Matthias Overkamp (Biologisches Zentrum) trafen sich heute am Mast Nummer 17 zur Anbringung des Nistkasten.

  • Nisthilfe für Falken an Freileitungsmast im biologischen Zentrum Lüdinghausen angebracht
  • Unterschiedliche Maßnahmen in Zusammenarbeit mit Naturschutzverbänden

Der Turmfalke hat es nicht leicht. Immer weniger Nistmöglichkeiten findet er in seiner Umgebung, denn die baulichen Gegebenheiten von Türmen haben sich in den vergangenen Jahren stark verändert. Auch in der Natur wird er oft nicht mehr fündig, wenn es um die Suche nach einem geeigneten Ort für die Aufzucht seiner Nachkommen geht.

Masten von Hochspannungsleitungen können Alternativen bieten. Tierschützer wenden sich daher mitunter an die Mitarbeiter vom Hochspannungs-Leitungsbau der Westnetz GmbH in Werne. Dort werden gemeinsam Nistmöglichkeiten an Hochspannungsmasten für verschiedene Vogelarten entwickelt. Für den Turmfalken ist dies beispielsweise ein etwa 60 mal 40 Zentimeter großer und zehn Kilogramm schweren Kasten aus Holzbeton. Denn der Turmfalke benötigt eine Höhle zum Nisten.

Fabian Narloch und Marvin Schwalbert bringen den Nistkasten in luftiger Höhe am Mast an. So kletterten zwei Westnetz-Monteure heute in besonderer Mission auf Mast Nummer 17 der 110.000-Volt-Leitung zwischen Dülmen und Lüdinghausen. Im biologischen Zentrum am Rohrkamp in Lüdinghausen brachten sie den rund zehn Kilogramm schweren Kasten in zehn Metern Höhe an.

Der Nistkasten für den Turmfalken ist nicht die einzige Naturschutzmaßnahme, die Westnetz gemeinsam mit Naturschutzverbänden und Ornithologen entwickelt. Auch Nester für Störche, Baumfalken oder Fischadler wurden bereits auf Hochspannungsmasten gesetzt. Rund 40 solcher Nisthilfen für verschiedene Vogelarten gibt es inzwischen im Verantwortungsbereich des Leitungsbaus aus Werne. Die Nisthilfen werden gut angenommen und viele Vögel haben bereits ihren Nachwuchs in Westnetz-Nestern aufgezogen.

Insgesamt betreibt Westnetz große Aufwendungen für den Vogelschutz. Im Bereich der Mittelspannungsfreileitungen engagiert sich der Verteilnetzbetreiber bereits seit 1985 für den Vogelschutz und stimmt sich dabei eng mit dem Naturschutzbund Deutschland e.V. und lokalen Vogelschutzorganisationen ab. Für die Vogelschutzmaßnahmen in den letzten Jahren wurden bisher mehr als 60 Mio. Euro investiert.