Saffig,
29
Oktober
2021
|
10:24
Europe/Amsterdam

Westnetz bringt modernste Technik zum Einsatz

  • Wärmebildkameras lassen drohende Ausfälle in Ortsnetzstationen und Kabelverteilern frühzeitig erkennen. 
  • Mehr Sicherheit im Energieverteilnetz für die smarte Energieversorgung. 

Wochen nach der verheerenden Flutkatastrophe arbeiten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Verteilnetzbetreibers Westnetz weiterhin mit Hochdruck an der Wiederherstellung des zum Teil stark beschädigten Stromnetzes in den Hochwassergebieten im Ahrtal. In einem Kraftakt konnten alle technischen Anlagen in der Mittel- und Niederspannungsversorgung der betroffenen Ortschaften inspiziert werden.

Westnetz analysiert und prüft kontinuierlich die Belastung des Stromnetzes und den notwendigen Energiebedarf in den betroffenen Ortschaften und Kommunen. Um frühzeitig zu erkennen, an welchen Stellen hohe Belastungen zu erwarten sind, werden regelmäßig Messungen im Versorgungsnetz vorgenommen. Das geschieht unter anderem auch mit modernster Technik, wie zum Beispiel einer Wärmebildkamera. Denn viele Anlagenteile erwärmen sich, bevor sie ausfallen. Sie geben Wärmestrahlungen im Infrarotbereich ab, die das menschliche Auge nicht sehen kann. Mit einer Wärmebildkamera kann man diese Strahlung in klare Bilder umwandeln, aus denen Temperaturen abgelesen werden. Diese berührungsfreien Temperaturdaten lassen sich auf einem Monitor in Echtzeit anzeigen und können auch zur Analyse an ein digitales Speichermedium gesendet werden. Durch die Westnetz-Monteure wurden zahlreiche Kabelverteiler und Ortsnetzstationen, die im Juli im Ahrtal unter Wasser standen, inspiziert.

Die Überprüfungen geschehen allerdings nicht nur analog vor Ort, sondern auch digital: In Ortsnetzstationen werden moderne Messleisten, sogenannte BeEnergy SG Smart Grid Interface Module, eingebaut. Die Messsysteme ermitteln Ströme sowie Spannungen und übertragen die Werte zur weiteren Verarbeitung. Durch die Geräte ist es möglich, jederzeit Belastungen im Niederspannungsnetz zu sehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dr. Johannes Stürmer, Leiter des Krisennotfallstabes der Westnetz, sagt: „Diese fernauslesbaren Messdaten erkennen automatisiert kritische Lastgrenzen und werden helfen, frühzeitig auf eine Überlastung des Stromnetzes zu reagieren und größere Ausfälle zu vermeiden. Wir stehen auch hier im engen Kontakt mit den kommunalen Rathäusern. Durch die Weitergabe von Ortslagen mit steigenden Energielasten können wir schneller auf ansteigende Bedarfe im Hinblick auf die kalte Jahreszeit reagieren.“