Düren,
02
September
2021
|
11:37
Europe/Amsterdam

Westnetz erneuert teilweise Hausanschlüsse in den Überflutungsgebieten

  • Wiederherstellung von Hausanschlüssen in zerstörten Straßen
  • Prüfung der Hausinstallation durch Vertragsinstallationsunternehmen nötig

In den Überflutungsgebieten wurde die Infrastruktur stark beschädigt und zum Teil auch zerstört. Bisher konnte Westnetz im westlichen Rheinland die Stromversorgung zu 99,9 Prozent wieder herstellen.

Auch in Inden hat das Wasser entlang der Inde große Schäden verursacht. So müssen Asphaltdecke und darunterliegende Gewerke, wie beispielsweise in der Indestraße, komplett erneuert werden. Da die vollständige Sanierung hierbei noch einige Zeit in Anspruch nehmen wird, erneuert Westnetz die Hausanschlüsse bereits jetzt bei Bedarf provisorisch. Dadurch sind Anwohnerinnen und Anwohnern wieder mit Strom versorgt. Die Neuverlegung der beschädigten Strom-Leitungen ist bereits in Planung und wird schnellst möglich durchgeführt.

Und so funktioniert’s: Ist ein Teil des Hausanschlusskabels zwischen Hauptleitung und Hauswand defekt, wird das defekte Teilstück des Versorgungskabels dabei herausgetrennt und ersetzt. Nachdem die elektrische Verbindung mittels einen Verbindungsmuffe wieder hergestellt ist, erfolgt die Isolierung. Die Isoliermanschette wird mit einer Flamme erhitzt, schrumpft zusammen und legt sich um die Kabelverbindung, ggf. muss das Hausanschlusskabel durch die Hauseinführung ins Gebäude bis in den Hausanschlusskasten neu gelegt werden. Da oftmals auch der Hausanschlusskasten unter Wasser stand, muss dieser ggf. getauscht oder zumindest getrocknet und gereinigt werden. Erst dann kann der Hausanschluss sicher in Betrieb gesetzt werden.

Die Wiederherstellung des Hausanschlusses bedeutet aber nicht, dass die Stromversorgung bis zur Steckdose wieder vollständig funktioniert. Für die Überprüfung und Instandsetzung der Hauselektrik müssen die betroffenen Haushalte ein Vertragsinstallationsunternehmen (VIU) beauftragen. Westnetz weist in diesem Zusammenhang noch einmal darauf hin, dass keine elektrische Hausinstallation ohne vorherige Überprüfung durch eine Elektrofachkraft in Betrieb gesetzt werden darf, selbst wenn im Hausanschlusskasten wieder Spannung ansteht. Durch beispielsweise beschädigte Kabel oder Installationen innerhalb der Hausinstallation besteht Lebensgefahr.

Hinweis der Westnetz
Bis zur nachhaltigen Wiederherstellung des Netzes kann es vereinzelt zu Stromausfällen kommen. Das gilt insbesondere dort, wo beispielsweise durch Bautrockner und Durchlauferhitzer derzeit ein erhöhter Strombedarf besteht oder durch Aufräumarbeiten Anlagen beschädigt wurden. Innerhalb der betroffenen Ortschaften halten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Westnetz engen Kontakt zu den Elektrofachkräften, die zurzeit auch in den Ortschaften unterwegs sind und als Verantwortliche die Hausinstallation prüfen und bei Schäden die Stromverteilung in den Häusern reparieren.

Bei Fragen zu Störungen und Stromausfällen empfiehlt Westnetz die Störungshotline unter 0800 4112244 anzusprechen.

Über die aktuelle Situation berichtet der Verteilnetzbetreiber auch auf Twitter:

https://twitter.com/WestnetzGmbH