Brilon,
29
November
2017
|
00:00
Europe/Amsterdam

Westnetz errichtet neue 110-kV-Hochspannungsleitung an bestehenden Freileitungsmasten zwischen Nehden und Marsberg

  • Nach fertiggestellter Erweiterung der Station Büren erfolgt die nächste Stufe des EEG-Netzausbaus
  • Baumaßnahme im November gestartet und dauert voraussichtlich bis 2019

Westnetz errichtet seit November 2017 eine neue Strom-Hochspannungsleitung (110-kV) von Marsberg in Richtung Brilon-Nehden. Diese Baumaßnahme ist erforderlich, da die Übertragungskapazität des Hochspannungsnetzes zur Aufnahme von Windenergie im Großraum Büren, Bad Wünnenberg und Marsberg ausgeschöpft ist. Vor allem die Leistung der Windkraft und Photovoltaik hat in dieser Region in den letzten Jahren stark zugenommen und wird weiter zunehmen. Die laufende Maßnahme ist ein weiterer Baustein im bereits seit mehreren Jahren durchgeführten EEG-Netzausbau in dieser Region. Durch die Schaffung der neuen Leitungsverbindung wird die erzeugte Energie zukünftig nicht nur zur 110-kV-Verteilerstation Büren, sondern auch direkt zur 380/110-kV-Höchstspannungsstation Nehden transportiert.

Derzeit erfolgt die Zubeseilung auf bestehendem Leitungsgestänge, die vorhandene Infrastruktur der Freileitungsmasten der Amprion wird dabei genutzt. Die Arbeiten erstrecken sich von der Umspannanlage Nehden entlang von bestehenden Leitungstrassen in Richtung Marsberg. In Summe werden auf einer Strecke von rund 33 km neue Leiterseile aufgelegt. Teilweise werden hierzu im Vorfeld Traversen an den vorhandenen Masten montiert, an denen die Leiterseile mittels Isolatoren befestigt werden. An der Landesgrenze Nordrhein-Westfalen/Niedersachsen wird ein neuer Mast errichtet, um zwei vorhandene Freileitungen miteinander zu verbinden. Während der Seilzugarbeiten werden kreuzende Verkehrswege mit Gerüsten geschützt oder kurzzeitig gesperrt.

Die Investitionen belaufen sich insgesamt auf rund 16,5 Millionen Euro.Westnetz wird zum Ende der Baumaßnahmen die betroffenen Flächen wiederherstellen lassen und bittet schon jetzt im Vorfeld um Verständnis, dass es temporär an einzelnen Stellen zu Beeinträchtigungen kommen kann. Der Bau der Leitungsverbindung wurde im Vorfeld durch die Bezirksregierungen von Hessen und Nordrhein-Westfalen genehmigt. Die gesamte Baumaßnahme wird voraussichtlich 2019 abgeschlossen.