Marl,
18
Mai
2020
|
12:20
Europe/Amsterdam

Westnetz fotografiert geplante Stromtrassen für die Pumpwerke des Lippeverbandes mittels „Mobile Mapping“

Dieser Opel Astra ist am Mittwoch in Marl unterwegs. Mittels „Mobile Mapping“ werden zwei geplante Stromtrassen für die Pumpwerke des Lippeverbandes digital erfasst.

  • Kamerafahrzeug erstmals in Marl im Einsatz
  • zwölf Kilometer Trassenverlauf werden abgefahren

Am kommenden Mittwoch, 20. Mai, ist in Marl ein auffälliger Opel Astra unterwegs. Grund hierfür ist die digitale Erfassung zweier geplanter Stromtrassen, die zukünftig den hohen Strombedarf der beiden Pumpwerke des Lippeverbandes sicherstellen sollen. Das Fahrzeug ist mit einer großen Kamera auf dem Fahrzeugdach ausgestattet, die das sogenannte „Mobile Mapping“ ermöglicht. Mittels Kamera und Laser werden Bilder aus verschiedenen Winkeln sowie Panoramabilder erzeugt. Das neue Verfahren nutzt Westnetz, um die beiden geplanten neuen Stromtrassen digital zu erfassen und mit Hilfe der Daten den konkreten Trassenverlauf zu planen.

Eine der beiden neuen Trassen beginnt bei der Umspannanlage Marl-Brassert auf der Zechenstraße und verläuft entlang der Carl-Duisberg-Straße zum Pumpwerk Ost und die andere Trasse hat ihren Anfang bei der Umspannlange Marl-Sinsen auf der Schmielenfeldstraße und verläuft entlang der Hülsbergstraße zum Pumpwerk Sickingmühlenbach. Dazu werden rund zwölf Kilometer abgefahren und fotografiert. Das Kamerafahrzeug liefert dabei Fotos und weitere wichtige Informationen über die Strecke automatisch beim Befahren. Der Vorteil von Mobile Mapping liegt vor allem in der Zeitersparnis und Genauigkeit der Daten, denn bisher mussten die Westnetz-Mitarbeiter die Strecken deutlich umständlicher erfassen und dokumentieren. So entfallen beispielsweise zeitaufwändige Ortsbegehungen, um Bodenbeschaffenheiten zu analysieren.

Pascal Wippermann aus dem Planungsteam der Westnetz in Recklinghausen erklärt: „Mit dieser neuen Technik sind wir jetzt noch schneller und detaillierter in unserer Bestandsaufnahme und Dokumentation von Trassenverläufen. Die Fotos liefern neben dem optischen Zustand der Umgebung wichtige Geodaten. Unter anderem können wir in den Fotos später auch Entfernungen messen.“

Datenschutz wird beim Mobile Mapping groß geschrieben, denn Personen und Autokennzeichen werden unkenntlich gemacht. Die gespeicherten Daten sind nur für Westnetz Mitarbeiter einsehbar und werden nicht veröffentlicht.