Velen,
24
Oktober
2019
|
12:27
Europe/Amsterdam

Westnetz investiert in die Stromversorgung für Velen

  • Netzbetreiber baut neue Umspannanlage an der Nordvelener Straße
  • Modernste Technik für zukunftsfähige Stromversorgung
  • Inbetriebnahme für Ende 2020 geplant

Noch ist nichts zu sehen auf der grünen Wiese, aber in den nächsten Tagen werden die ersten Bagger anrollen. Die Westnetz GmbH investiert in Velen in die moderne Stromversorgung der Zukunft und baut eine neue Umspannanlage. Rund 5,2 Millionen Euro investiert das Unternehmen in den Neubau der Anlage. Heute trafen sich Vertreter des Netzbetreibers mit Bürgermeisterin Dagmar Jeske am zukünftigen Standort an der Nordvelener Straße 163, um das Bauvorhaben vorzustellen.

„Der Bau der neuen Umspannanlage wird notwendig, da in dieser Region besonders viel Strom aus regenerativen Energiequellen in unser Netz eingespeist wird. So sollen weitere Windenergieanlagen in naher Zukunft an das Stromnetz angeschlossen werden. Gleichzeitig soll die bestehende Umspannanlage in der Gemeinde Velen am Diekswall durch zwei leistungsstarke 30.000 Volt-Kabel an die neue 110.000 Volt Umspannanlage Nordvelen angebunden werden. Durch diese neue Anbindung wird Velen direkt mit einer höheren Spannungsebene verbunden und ein neuer Netzknotenpunkt entsteht.
Mit den ersten Planungen für die neue Anlage haben wir Anfang dieses Jahres begonnen, jetzt kann es losgehen. Wir haben geplant, die neue Umspannanlage bis Ende 2020 vollumfänglich in Betrieb zu nehmen“ erklärt Westnetz-Projektleiter Egbert Petermann.

Das Grundstück ist etwa 9000 Quadratmeter groß, bebaut wird aber nur ein Teil der Gesamtfläche. Ein Transformator, der die Spannung von 110.000 auf 30.000 Volt umwandelt bildet das Herzstück der Anlage. Zusätzlich ist Ausbaureserve für einen weiteren Transformator vorgesehen. Ein Technikgebäude wird die 30.000 Volt Schaltanlage, die Sekundärtechnik und weitere technische Ausrüstung beherbergen, die eine moderne Steuerung und Überwachung der Anlage von der Netzleitstelle Arnsberg aus ermöglichen.

Die Bürgerinnen und Bürger in Velen werden von den Umbaumaßnahmen nichts mitbekommen. Während der gesamten Baumaßnahme bleibt die Stromversorgung zuverlässig gewährleistet.

Eine weitere gute Nachricht für die Region: Wenn die neue Anlage in das Stromnetz eingebunden ist, wird die Freileitung zwischen Reken und Velen überflüssig und aus dem Landschaftsbild verschwinden.

Hintergrund: Eine Umspannanlage ist Teil des Stromnetzes und dient der Verbindung unterschiedlicher Spannungsebenen. Denn die elektrische Energie wird auf ihrem Weg von der Erzeugung zum Endverbraucher auf mehreren Spannungsebenen transportiert, um eine möglichst verlustarme Übertragung zu erreichen. Die neue Umspannanalage in Nordvelen transformiert die elektrische Energie von 110.000 auf 30.000 Volt. Netzbetreiber sind gemäß dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) zudem verpflichtet, die von dezentralen EEG-Eigenerzeugungsanlagen produzierte Energie jederzeit in die Versorgungsnetze aufzunehmen. Dies führt an belastungsschwachen Tagen (z.B. an Wochenenden) dazu, dass sich die Energieflussrichtung umkehrt und die von großen Windparks erzeugte Energie insbesondere über die 110.000 Volt-Ebene in andere Regionen (z.B. ins Ruhrgebiet) transportiert wird.