Bad Bentheim,
26
März
2019
|
10:37
Europe/Amsterdam

Westnetz kontrolliert Gasleitungen aus der Luft

  • Regelmäßige Kontrollen der Gashochdruckleitungen in der Region
  • Investition in die Sicherheit durch Hubschrauberflüge

„Westnetz verschafft sich in regelmäßigen Abständen einen Überblick über bauliche und sonstige Veränderungen im direkten Umfeld von Gashochdruckleitungen. Das gelingt am schnellsten und preiswertesten aus der Kanzel eines Hubschraubers heraus“ erklärt Mike Gruhn vom Spezialservice Gas der Westnetz GmbH vor dem Kontrollflug. Er ist direkter Ansprechpartner der Hubschrauber-Besatzung und koordiniert die Einsätze in der Region. Die Flüge ergänzen von Westnetz-Mitarbeitern durchgeführte Kontrollen vom Boden aus.

Die Befliegung dient der rechtzeitigen Erkennung und Verhütung von Unregelmäßigkeiten und Beeinträchtigungen des Gastransportnetzes sowie der Schutzbereiche der Leitungen. Sie ermöglicht schnelles Eingreifen bei Gefährdung der Gashochdruckleitungen. Zum Einsatz kommen Hubschrauber, so dass Flughöhe und Geschwindigkeit das einwandfreie Beobachten sicherstellen und eine Landung zur Abwehr von Gefahren für die Gas-Hochdruckleitungen jederzeit möglich ist. Im Bereich des Regionalzentrums Ems-Vechte der Westnetz gibt es rund 270 Kilometer solcher Leitungen mit der Druckstufe 5 bis 100 bar. Die Leitungen haben einen Durchmesser von 10 bis 50 Zentimetern.

Der Pilot kann sich aus der Luft heraus an den bekannten gelben Schildern neben der Gasleitung oder nach dem digitalen Plan auf dem mitgeführten Display orientieren. Dem geschulten Auge der Männer im Hubschrauber entgeht dabei weder das neue Carport in Leitungsnähe, Ausschachtarbeiten an einer Baustelle oder unwissentlich über der Gasleitung aufgestapeltes Brennholz. Diese Beobachtungen werden sofort in das Display des Rechners eingetragen und nach der Landung an die zuständigen Kollegen weitergeleitet, die mit den Bauherren oder Hausbesitzern Kontakt aufnehmen und auf die Gasleitung in der Nähe hinweisen. Vermerkt werden auch Veränderungen der Vegetation in der Nähe der Leitungen. Bereits kleinste Leckagen der Leitungen lassen sich so frühzeitig erkennen.

Alle 14 Tage werden die Gashochdruckleitungen kontrolliert. Die Kontrolle aus dem Hubschrauber ist ein wichtiger Bestandteil dieser Kontrollen. Dabei gehen die Westnetz- Mitarbeiter nicht selbst in die Luft – diese Aufgabe übernehmen heute die Profis Christian Adams und Johann van Herrden der Firma Heli-Flight. Geflogen wird mit einem Robinson R44 Hubschrauber.