Volxheim,
02
Mai
2018
|
00:00
Europe/Amsterdam

Westnetz meistert schwierige Aufstellsituation

Anlieferung der Ortsnetzstation am Ortsrand von Volxheim.

  • Neue Erdgas-Ortsnetzstation in Volxheim
  • Arbeiten erforderten Fingerspitzengefühl

Die alte Erdgas-Ortsnetzstation in Volxheim war in die Jahre gekommen - aus Gründen der Versorgungssicherheit wurde sie nun durch eine neue Station in massiver Betonbauweise ersetzt. Heiko Jäger, Netzplaner bei Westnetz im Regionalzentrum Rhein-Nahe-Hunsrück und Franz-Josef Keller, Netzverantwortlicher Meister bei Westnetz, waren mit vor Ort, um sich auf der Baustelle einen Überblick zu verschaffen.

Aufbau der Station

Bevor die alte Station abgebaut werden konnte, musste zunächst eine mobile Notversorgung aufgebaut werden. Somit war sichergestellt, dass es auch während der Arbeiten zu keiner Versorgungsunterbrechung für die Einwohner von Volxheim kommt. Schon vor der Anlieferung der neuen Station wurde ein geeigneter Platz ausgesucht und eine große Montagegrube ausgehoben. Dies war notwendig, um alle Leitungen wie Datenfernübertragung, Stromversorgung sowie die Gasleitungen kappen zu können. Danach wurde der Boden der Grube mit Split gefüllt und geglättet. Durch das starke Gefälle am Friedhofsweg, an dem die Station aufgestellt wurde, musste auch der Stellplatz für den mobilen Kran vorab vorbereitet werden. Da es Tage zuvor geregnet hatte und die Erde sehr feucht war, wurde der Boden mit einem Schotterbett befestigt, um einen sicheren Stand des Krans gewährleisten zu können.

Franz-Josef Keller, Netzverantwortlicher Meister bei Westnetz (links), und die Kollegen richten das Fundament aus und überprüfen die Abstände.

Und dann konnte es los gehen: Damit der Kran die circa elf Tonnen schwere Station auch anheben konnte, wurde er mit knapp 13 Tonnen Gegengewicht bestückt. Danach konnte der LKW, der die Gasstation und das Fundament geladen hatte, an die Baugrube heranfahren. Hier war ebenfalls Vorsicht geboten, da der LKW mit der schweren Last über eine im Boden befindliche Querrille fahren musste. Endlich an Ort und Stelle angekommen, lud der mobile Kran zuerst das knapp drei Tonnen schwere Fundament ab und setzte es passgenau auf den vorbereiteten Split. Danach wurden die neuen Anschlussteile für den Ein- und Ausgang der Gasleitungen abgesetzt. Nun konnte auch die vier Meter lange und zweieinhalb Meter hohe Station vom Fahrzeug abgehoben werden. Diese wurde zuerst noch einmal kurz abgesetzt, damit die Anschlüsse vorbereitet werden konnten. Im Anschluss wurde sie ganz langsam und vorsichtig durch den Kran angehoben und mit viel Fingerspitzengefühl des Kranführers auf das Fundament gesetzt. Am Ende wurde die Station mit dem Fundament verschraubt.

Die Anlage und wie sie funktioniert

Die Erdgas-Ortsnetzstation regelt den Druck aus dem regionalen Gashochdrucknetz von 13 Bar auf den Ortsnetzdruck von 100 Millibar herunter. Bei der Anlage handelt es sich um eine zweischienige Ausführung. Das heißt, sie enthält zwei Regelschienen (Betriebsschiene und Reserveschiene), die vollkommen gleich aufgebaut sind. Sollte die Betriebsschiene einmal eine Störung aufweisen, ist die Versorgung mit der Reserveschiene sichergestellt. Eventuelle Störungen würden dem Verteilnetzbetreiber über das moderne Fernwirksystem an die Netzleitstelle gemeldet und umgehend behoben werden.

 

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