Arnsberg,
27
Juli
2021
|
14:19
Europe/Amsterdam

Westnetz Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen aus der Region im Krisengebiet im Einsatz

Kevin Kordel (rechts) und André Hilker (2. von rechts) aus dem Westnetz-Regionalzentrum Arnsberg arbeiten gemeinsam mit zwei Mitarbeitern der Firma Omexon in Weilerswist an der Wiederversorgung.

  • Westnetz sendet Personal aus ganz Deutschland in die Flutgebiete 
  • Personal und Gerate aus Arnsberg im Einsatz 
  • Enormes Engagement aus allen Konzernteilen 


Die durch Starkregen verursachte Hochwasser-Kat astrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz sorgt seit fast zwei Wochen überregional für Ausfälle in der Stromversorgung. Der Starkregen hat den Pegel von Flüssen extrem ansteigen lassen und den Boden aufgeweicht, so dass es zu Überflutungen kam. Betroffen sind davon auch Anlagen zur Stromversorgung des Verteilnetzbetreibers Westnetz. Dazu gehören Ortsnetzstationen und Umspannanlagen. Wenn Umspannanlagen ausfallen, kann es zu großflächigen und länger andauernden Störungen kommen. Wo Anlagen nach ablaufendem Wasser wieder betreten werden können, sind vor einer Zuschaltung Vorbereitungen nötig. Die Anlagen müssen auf Schäden kontrolliert, die technischen Betriebsmittel gereinigt oder auch getrocknet und auf ihre Funktionstüchtigkeit überprüft werden. Wo nötig, müssen Anlagenteile repariert oder ersetzt werden. Diese Vorbereitungen sind zwingend für eine zuverlässige Wiederversorgung und Voraussetzung für sicheres Arbeiten in elektrischen Anlagen. Zudem müssen Feuerwehren ihre Freigabe zur Zuschaltung erteilen, wenn beispielsweise erst noch Keller leergepumpt werden müssen. Daher kann es auch nach Ablaufen des Wassers dauern, bis der Strom wieder zugeschaltet werden kann.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Westnetz arbeiten mit Hochdruck an der Wiederversorgung. Auch aus dem Regionalzentrum Arnsberg sind Teams von Westnetz im Einsatz. Von Monteurinnen und Monteuren, über kaufmännisches Personal, bis hin zu Auszubildenden meldeten sich viele freiwillig, um den Menschen in den Überflutungsgebieten zu helfen. Während die technischen Kräfte direkt am Stromnetz mit Reinigungs-, Reparatur- und Instandsetzungsarbeiten beschäftigt sind, leisten die kaufmännischen Angestellten am Telefon, in der Organisation und als Ansprechpartner für Kunden in den einzelnen Dörfern und Städten Hilfe. Um eine Versorgungsleitung wieder in Betrieb nehmen zu können, muss jedes daran angeschlossene Gebäude begangen und auf die Betriebssicherheit der elektrischen Anlage überprüft werden. Durch die fehlende Stromversorgung sind die Türklingeln oftmals ohne Funktion. Da in vielen Teilen auch die Kommunikationsnetze noch nicht wieder funktionieren wird die Kontaktaufnahme deutlich erschwert. Die Kundenteams laufen daher alle ca. 5.000 betroffenen Straßen ab und informieren die Bevölkerung über das weitere Vorgehen, bevor die technischen Teams die Hausanschlusskästen und die Stromkreise überprüfen und zuschalten. Dabei verteilen sie neben Informationsmaterial auch Taschenlampen und Power Banks. Sind Kundinnen und Kunden nicht anzutreffen, fehlt der Zugang zum Gebäude für die Prüfung. Daher ist es nicht aus Sicherheitsgründen nicht möglich den Stromkreis wieder in Betrieb zu nehmen. 

Daher bittet Westnetz eine Kontaktmöglichkeit, zum Beispiel eine Telefonnummer, an der Haustüre zu platzieren und so die Erreichbarkeit sicher zu stellen. Auch können die Gebäudeeigentümer bereits Kontakt mit ihrem Elektroinstallateur zur Überprüfung der Hausinstallation aufnehmen. Aus Sicherheitsgründen bittet die Westnetz keine Hausanlage, die durch Wassereinbruch in Mitleidenschaft gezogen wurde, vor der Überprüfung durch eine Elektrofachkraft anzuschalten. Selbst wenn der Hausanschlusskasten bereits wieder unter Spannung steht. In den Bereichen, die bereits wieder mit Strom versorgt sind, bittet Westnetz alle Bürgerinnen und Bürger, den Energieverbrauch auf ein Minimum zu reduzieren.

Die heimische Stromversorgung ist auch weiterhin gesichert. Unter anderem sichern Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bereiche „Netzplanung“ und „Netzbetrieb“ die Versorgung im Gebiet des Regionalzentrum Arnsberg. 
„Ich bin von der großen Solidarität und dem Engagement der Kolleginnen und Kollegen aus Arnsberg und Umgebung und den anderen Westnetz-Standorten überwältigt. Viele sind seit Tagen im Einsatz und unterstützen die Menschen vor Ort. Auch nach der Sicherung der Stromversorgung werden die Kolleginnen und Kollegen aktiv bleiben. Bereits seit dem ersten Tag laufen im Hintergrund die ersten Initiativen für Unterstützung beim Wiederaufbau.“ sagte Jens Viefhues, Leiter des Regionalzentrums Arnsberg.

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