Rech/Mayschoß,
24
September
2021
|
11:07
Europe/Amsterdam

Westnetz nimmt neue Mittelspannungsfreileitung von Rech nach Mayschoß in Rekordzeit in Betrieb

  • Stabilisierung der Stromversorgung der Ortsgemeinde Mayschoß mit Mittelspannung
  • Notstromaggregate werden abgeschaltet. 

Nach neun Wochen harter Arbeit und dem Dauerbetrieb zahlreicher Notstromaggregate, konnten die Technikerinnen und Techniker von Westnetz die ca. 900 Einwohnerinnen und Einwohner der Ortsgemeinde Mayschoß wieder über das regionale Stromnetz versorgen. Westnetz errichtete gemeinsam mit den Partnerunternehmen Kudla Elektrobau GmbH & Co.KG und Körtgen Bau GmbH eine neue Mittelspannungsfreileitung von Rech nach Mayschoß und stellte somit die Energieversorgung über das Stromnetz wieder her. Normalerweise benötigt solch ein Vorhaben von der Idee über die Planung bis zur Realisierung ein halbes Jahr.

Die aktuelle Situation erforderte eine Priorisierung und eine zielorientierte Herangehensweise mit allen Beteiligten bei der Planung, so dass gemeinsam mit den Westnetz-Partnerfirmen diese neue Stromlebensader in Rekordzeit realisiert wurde. Heute kamen Vertreter von Westnetz und der Ortsgemeinden Mayschoß und Rech zusammen, um die Freileitung offiziell in Betrieb zu nehmen.

„Unser Ziel war es, eine stabile Verbindung zwischen der neu errichteten Ortsnetzstation in der Bungertstraße in Mayschoß und der neuen Station in der Rotweinstraße in Rech aufzubauen. Die Anwohnerinnen und Anwohner können nun vor dem Herbsteinbruch wieder auf eine stabile Stromversorgung zählen und ohne Aggregatgeräusche leben“, erklärte Franz-Josef Schmitz, Netzplaner bei der Westnetz.

„Das ist ein großer Schritt in die richtige Richtung. Wir hoffen, dass wir unsere Häuser, unsere Betriebe und all das, was unser Zuhause so lebens- und liebenswert gemacht hat, wieder aufbauen können. Wenn wir zusammenstehen, zusammenhalten, zusammenarbeiten können wir unsere alte Heimat auch zu unserer neuen Heimat werden lassen“, betonte Georg Knieps, erster Beigeordneter der Verbandsgemeinde Altenahr.

Beim Bau der Mittelspannungsfreileitung galt es eine anspruchsvolle Topografie durch große Höhenunterschiede von über 100 Metern zu überwinden. Insgesamt wurde ein Kilometer Mittelspannungs-Freileitung neu gebaut. Insgesamt kamen sechs Holzmasten, zwei Stahlgittermasten, zwei Stahlvollwandmasten (höchster Mast mit 20 Metern Höhe) und drei Kilometer Aluminium-/Stahlseil zum Einsatz. In den vergangenen Wochen wurden zudem zwei aufwendige Ahrquerungen, darunter eine Spühlbohrung in Rech und eine Freileitungsüberspannung in Mayschoß durchgeführt. Weiter musste eine Bahnquerung mittels Freileitungsüberspannung und eine Bundesstraßenquerung mittels Spülbohrung durch die Partnerfirmen vorgenommen werden. Hinzu kamen rund 900 Meter Tiefbauarbeiten sowie die Errichtung von zwei neuen Ortsnetzstationen.

„Wir freuen uns, dass Westnetz uns in so kurzer Zeit und rechtzeitig vor Beginn der kalten Jahreszeit eine stabile Stromversorgung wieder herstellen konnte. Davon profitiert auch unsere Winzergenossenschaft in Mayschoß, die mit der Weinlese bereits begonnen hat und für den Einsatz von Maschinen ausreichend Strom benötigt. Dass gleichzeitig eine Lösung für die Stromversorgung der touristisch bedeutsamen Burgruine Saffenburg gefunden wurde, freut uns umso mehr“, so Hartwig Baltes, erster Beigeordneter der Ortsgemeinde Mayschoß.

Auch Gerhard Schreier, erster Beigeordneter von Rech zeigte sich begeistert: „Wir sind beeindruckt, was Westnetz mit ihren Partnerfirmen in dieser Zeit auf die Beine gestellt hat. In einer solchen Rekordzeit dieses Material zu verbauen ist eine enorme Leistung.“

Zusätzlich verlegt Westnetz in der Ortsgemeinde Mayschoß ein neues Mittelspannungskabel über die Weinberge, das den Strom vom höher gelegenen Kalenborn in den Ort bringen soll. Auch hier laufen die Bauarbeiten auf Hochtouren. „Letztendlich erreichen wir durch die Stromzufuhr von Rech und Kalenborn aus einen so genannten Ringschluss, der die Stromversorgung der Ortsgemeinden Mayschoß, Rech und Dernau stabilisiert und langfristig sichern wird“, ergänzte Mario Retterath, Leiter Netzplanung bei Westnetz.