Osnabrück,
30
Juli
2021
|
15:39
Europe/Amsterdam

Westnetz-Personal aus der Region unterstützt im Krisengebiet

Teile des Stromnetzes versorgt Westnetz derzeit noch provisorisch, wie hier in Swisttal-Odendorf. 

Seit mehr als 14 Tagen unterstützen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Westnetz aus dem Regionalzentrum Osnabrück bei der Wiederversorgung der Hochwassergebiete im westlichen Rheinland. Von der Netzplanung und dem Netzbetrieb über kaufmännisches Personal bis hin zu Auszubildenden helfen die Fachleute vor Ort. Während die technischen Kräfte direkt am Stromnetz Reinigungs-, Reparatur- und Instandsetzungsarbeiten durchführen, leisten die kaufmännischen Angestellten am Telefon, in der Organisation und als Ansprechpersonen für Kundinnen und Kunden in den einzelnen Gemeinden und Städten Hilfe vor Ort.

„Vor zwei Wochen haben sich sofort Monteur – Trupps mit technischem Gerät auf den Weg gemacht, um die Kolleginnen und Kollegen im westlichen Rheinland mit allem zu unterstützen, was vor Ort benötigt wird. Ziel ist es, die Stromversorgung in den von der Flut betroffenen Gebieten schnellstmöglich wieder herzustellen. Die Solidarität und das Engagement, um diese Aufgabe gemeinsam zu lösen, ist groß“ sagt Dr. Holger Vogelsang, Leiter Regionalzentrum Osnabrück.

Alle von der Unwetterkatastrophe betroffenen Umspannanlagen wurden inzwischen geprüft, teilweise gereinigt und fast vollständig wieder in Betrieb genommen. Bei größeren Schäden im Mittelspannungsnetz wurde die Stromversorgung durch Umschaltungen aus anderen Anlagen oder durch Notstromaggregate wiederhergestellt. Dort, wo das vorgelagerte Netz stabil ist, sind die Arbeiten in den lokalen Ortsnetzen auf Hochtouren angelaufen. 
Inzwischen hat Westnetz dort, wo die Häuser erreichbar sind, mehr als 99 Prozent der betroffenen Hausanschlüsse im westlichen Rheinland wieder versorgt.

Um eine Versorgungsleitung wieder in Betrieb nehmen zu können, muss jedes daran angeschlossene Gebäude begangen und auf die Betriebssicherheit der elektrischen Anlage überprüft werden. Weil mit dem Ausfall der Stromversorgung auch das Internet und die Mobilfunknetze ausgefallen waren, sind Teams aus kaufmännischem Personal alle ca. 5.000 betroffenen Straßen abgelaufen und haben die Bevölkerung über das weitere Vorgehen informiert, bevor die Techniker ins Haus kamen um die Hausanschlusskästen und die Stromkreise zu überprüfen und wieder ans Stromnetz anzuschließen.

Die Energieversorgung in den betroffenen Gebieten musste schrittweise wieder hergestellt werden.

“In den vergangenen Tagen konnte viel erreicht werden. In Teilen ist das Stromnetz allerdings zunächst provisorisch aufgebaut. In den kommenden Monaten wird die gemeinsame Herausforderung darin liegen, neue Leitungen zu legen und angeschlagene Kabel zu reparieren”, erklärt Dr. Holger Vogelsang. „Daher sind weiterhin fahrbare Stromerzeuger und Kabelmeßwagen aus dem Regionalzentrum Osnabrück in der Krisenregion im Einsatz. Auch werden wir in den kommenden Monaten die Kolleginnen und Kollegen weiterhin persönlich unterstützen“. 
Neben all der technischen Unterstützung und angesichts der persönlichen Schicksale, die vor Ort sichtbar sind, spenden und organisieren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Westnetz Trocknungsgeräte und beispielsweise Hygiene-Artikeln für die betroffenen Menschen im Krisengebiet.

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