Düren,
20
Juli
2021
|
16:04
Europe/Amsterdam

Westnetz reinigt, überprüft und setzt in Stand

Westnetz-Netzmonteur Nils Mümken reinigt eine Ortsnetzstation in Euskirchen. 
  • Netzbetreiber ist in 5.000 Straßen unterwegs 
  • Weitere Hausanschlüsse werden in Betrieb genommen 
  • Weitere Unterstützung eingetroffen 

Weiterhin versucht Westnetz so viele Haushalte wie möglich in Erftstadt komplett wieder mit Strom zu versorgen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Verteilnetzbetreibers konnten den größten Teil der Mittelspannungsleitungen bis zu den Ortsnetzstationen wieder herstellen oder durch Notstromaggregate provisorisch ersetzen. Wichtig: Wenn die 10.000 Volt Mittelspannungsanlagen wieder betriebsbereit sind, heißt das für die einzelnen Häuser und Wohnungen noch nicht, dass das Licht angeht. Mit den Mittelspannungsanlagen ist lediglich die Infrastruktur wiederhergestellt. Im nächsten Schritt überprüft Westnetz Hausanschlusskästen auf deren Funktionsfähigkeit. Erst dann kann der Strom sicher wieder eingeschaltet werden. Die nachgelagerte Hausinstallation wird durch den Elektroinstallateur überprüft und instandgesetzt.

Insgesamt fährt der Netzbetreiber alle ca. 5.000 betroffenen Straßen ab.

Die Lage in Euskirchen bleibt weiter angespannt. Die Technikerinnen und Techniker der Westnetz inspizieren auch hier das Niederspannungsnetz, welches das letzte Teilstück zwischen Ortsnetzstation und Gebäude darstellt. Priorisiert werden Straßenzüge mit Gebäuden der Gesundheitsversorgung wie Dialysezentren, Ärztehäusern und Arztpraxen begutachtet. Im größten Teil von Stotzheim, Palmersheim und Wißkirchen ist die Mittelspannungsversorgung intakt. Teile der Innenstadt sowie große Teile von Schweinheim und Flamersheim konnten bisher noch nicht mit Strom versorgt werden. Grund dafür sind die durch die Flut zerstörten Stationen oder das stark beschädigte nachgelagerte Netz.

Westnetz ist im gesamten, vom Unwetter betroffenen Gebiet, unterwegs und reinigt die Anlagen. Jede einzelne Mittelspannungsstation wird in Augenschein genommen. Nur so lässt sich prüfen, ob die Station vollends zerstört oder ob das Wiederherstellen der Stromleitungen möglich ist. Wie in den letzten Tagen ist auch heute zusätzliche Unterstützung von den Schwestergesellschaften wie Avacon und Bayernwerke eingetroffen, die vor Ort tatkräftig mit unterstützen.

„In Euskirchen ist einer unserer Technikstandorte beheimatet. Die Kolleginnen und Kollegen wohnen in Euskirchen und den umliegenden Gemeinden. Sie sind auch persönlich von den Auswirkungen von Tief Bernd betroffen. Ihnen und uns allen liegt die Wiederherstellung der Energieversorgung in der Region sehr am Herzen.“, betont Thomas Walkiewicz aus dem Notfallstab der Westnetz.

Hinweis
Um eine Versorgungsleitung wieder in Betrieb nehmen zu können, muss jedes daran angeschlossene Gebäude begangen und auf die Betriebssicherheit der elektrischen Anlage überprüft werden. Durch die fehlende Stromversorgung sind die Türklingeln oftmals ohne Funktion, dadurch wird die Kontaktaufnahme deutlich erschwert. Daher bittet Westnetz eine Kontaktmöglichkeit, zum Beispiel eine Telefonnummer, an der Haustüre zu platzieren und so die Erreichbarkeit sicher zu stellen. Auch können die Gebäudeeigentümer bereits Kontakt mit ihrem Elektroinstallateur zur Überprüfung der Hausinstallation aufnehmen. Aus Sicherheitsgründen bittet die Westnetz keine Hausanlage, die durch Wassereinbruch in Mitleidenschaft gezogen wurde, vor der Überprüfung durch eine Elektrofachkraft anzuschalten. Selbst wenn der Hausanschlusskasten bereits wieder unter Spannung steht. In den Bereichen, die bereits wieder mit Strom versorgt sind, bittet Westnetz alle Bürgerinnen und Bürger, den Energieverbrauch auf ein Minimum zu reduzieren.

Über die aktuelle Situation berichtet der Verteilnetzbetreiber auch auf Twitter:
https://twitter.com/WestnetzGmbH

Bei Fragen zu den Medien: +49-201-12-23925