Düren,
12
August
2021
|
09:35
Europe/Amsterdam

Westnetz setzt auf Notstromaggregate zur Wiederversorgung in den Regionen

  • Mittelspannungsnetz vielerorts wieder intakt 
  • Warnung vor Stromausfall durch Überlastung 
  • Enger Kontakt zu Elektro-Installateuren innerhalb der Ortschaften 

Die Auswirkungen der Unwetterkatastrophe in Teilen von Nordrhein-Westfalen sind weiterhin auch in den Stromnetzen der Westnetz GmbH spürbar. Inzwischen ist es Westnetz gelungen, die Stromversorgung für mehr als 129.000 der ursprünglich rund 130.000 betroffenen Menschen in Nordrhein-Westfalen wieder herzustellen. Besonders betroffen sind weiterhin Bad Münstereifel und Euskirchen. Derzeit laufen die Arbeiten, um alle weiteren betroffenen Menschen wieder zu versorgen und die Infrastruktur wieder aufzubauen. Um die Versorgung in den schwer beschädigten Regionen zu sichern, kamen und kommen noch immer Notstromaggregate zum Einsatz.

Ein Notstromaggregat ist ein variabler, nicht ortsgebundener elektrischer Stromgenerator, der mit Diesel oder Benzin Strom erzeugt. Im Verteilnetz kann ein Notstromaggregat beispielsweise eine zerstörte Ortsnetzstation ersetzen um damit die Stromversorgung sichern. Je nach Größenordnung kann über ein Aggregat ein Baustromverteiler oder auch mehrere Straßenzüge versorgt werden.

Seit Beginn der Hochwasserkatastrophe kamen in den betroffenen Gebieten der Westnetz in Nordrhein-Westfalens zeitgleich über 30 Aggregate zum Einsatz. Auch im Rhein-Erft-Kreis, im Kreis Euskirchen und im linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreis waren die Kraftpakete im Einsatz. um die Stromversorgung vor Ort zu sichern. Diese wurden auch von Schwestergesellschaften aus dem E.ON-Konzern bereitgestellt. Es werden extra Tankwagen eingesetzt, um die Notstromaggregate kontinuierlich mit Treibstoff zu versorgen.

Notstromaggregate stellen überall dort kurzfristig Strom bereit, wo Reparaturarbeiten ad hoc zu lange dauern. Sie sind Provisorien und stellen nur Übergangslösungen da, bis die Infrastruktur des Stromnetzes wieder aufgebaut werden kann. Bis zur nachhaltigen Wiederherstellung des Netzes kann es vereinzelt weiterhin zu Stromausfällen kommen. Das gilt insbesondere dort, wo beispielsweise durch Bautrockner derzeit ein erhöhter Strombedarf besteht.

Innerhalb der betroffenen Ortschaften halten die Westnetz-Kolleginnen und Kollegen engen Kontakt zu den Elektro-Installateurinnen und Installateuren, die zurzeit auch in den Ortschaften unterwegs sind und als Verantwortliche die Hausinstallation prüfen und bei Schäden die Stromverteilung reparieren.

Bei Fragen zu Störungen und Stromausfällen empfiehlt Westnetz, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vom Kundenservice telefonisch unter 0800 411 2244 anzusprechen.

Sachstand Inspektion und Reparatur

Nachdem die Versorgung zunächst an einigen Stellen provisorisch wieder hergestellt wurde, arbeiten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Westnetz nun daran, die Netze im Katastrophengebiet wieder instand zu setzen. Unterstützt werden sie durch weitere Kolleginnen und Kollegen aus dem E.ON-Konzern und von Partnerunternehmen.

Dazu werden derzeit 3.080 Kabelverteilerschränke, 870 Ortsnetzstationen und 1000 Freileitungsmaste und Kabelstrecken auf mögliche Schäden inspiziert. Weiterhin arbeiten die Netzexperten daran, die Straßenbeleuchtung wieder in Betrieb nehmen zu können. Dazu sind Technikerinnen und Techniker 13.675 Leuchtstellen in den vom Hochwasser betroffenen Kommunen abgelaufen. Mehr als 13.300 davon konnten repariert, instandgesetzt und eingeschaltet werden.

Über die aktuelle Situation berichtet der Verteilnetzbetreiber auch auf Twitter:

https://twitter.com/WestnetzGmbH