Essen,
09
Juli
2020
|
12:27
Europe/Amsterdam

Westnetz testet E-Bulli

Christoph Rogmann, Lukas Weber, Fabian Vocktmann und der voll-elektrische Monteurswagen der Westnetz.

  • Verteilnetzbetreiber jetzt mit Elektro-Fahrzeug unterwegs

Für viele Monteure sind ihre Fahrzeuge fahrendes Büro, zuverlässiges Transportmittel und Werkstatt zugleich. Das gilt auch bei der Westnetz, dem Verteilnetzbetreiber der innogy Westenergie. Lucas Weber ist Elektroniker für Betriebstechnik und fährt jetzt elektrisch. Als einer der Ersten darf der Essener den neuen VW T6 E-Bulli fahren, Erfahrungen sammeln und mit seinen Kolleginnen und Kollegen teilen.

In ihrem Auto verbringen die Mitarbeiter im Netzbetrieb viel Arbeitszeit. Ihr Job ist es, die Versorgungssicherheit zu gewährleisten, das Netz und die Stabilität der Stromversorgung für Kommunen, Industrie und Bürgerinnen und Bürger sicher zu stellen. Damit sind sie systemrelevant. Jetzt fährt der 25-jährige aus Frintrop den „Super-Bulli“ seit Anfang Juni durch Essen, um die Alltagstauglichkeit eines vollelektrischen Fahrzeugs im städtischen Bereich unter die Lupe zu nehmen: „Ich finde das ist ein spitzen Auto“, lacht Lucas Weber, „man sieht auf den ersten Blick keinen Unterschied zu meinem vorherigen konventionellen Monteurswagen, alles drin und dran was man braucht!“

Optik und Haptik sind also gleich, aber ist so ein Elektro-Fahrzeug auf Dauer für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Westnetz das Richtige? Die Antwort: `Ja, aber´. „Um alle Anforderungen an ein Betriebsfahrzeug zu erfüllen benötigen die Bullis in der Zukunft einen Allradantrieb, eine Anhängerkupplung zum Ziehen von Aggregaten im Störungsfall sowie mehr Reichweite. Die Elektrifizierung des Westnetz-Fuhrparks wird jedoch nur sukzessive erfolgen können, auf dem Weg dahin lernen wir heute aus den Erfahrungen im operativen Einsatz“, so Fabian Vocktmann vom Fuhrpark-Management der Westnetz.

Wichtig ist, dass das Auto jederzeit vollumfänglich zur Verfügung steht. Die Reichweite des Fahrzeugs liegt derzeit bei 105 Kilometer, das ist noch zu wenig. Ansonsten ist die Alltagstauglichkeit des „Super-Bullis“ von Lucas Weber, der sich selbst als eher kritisch beschreibt, bereits erprobt und abgenickt.

Das Westnetz Unternehmensziel der Dekarbonisierung (CO2-Reduzierung) wird durch die mittelfristige Elektrifizierung des Fuhrparks weiter vorangetrieben.