Düren,
01
Oktober
2021
|
10:21
Europe/Amsterdam

Westnetz verstärkt Stromnetzkontrolle in den Hochwassergebieten für bevorstehende Heizsaison

  • Aktive Netzbeobachtung für sichere Versorgung steht im Fokus
  • Ausgewählte Anlagen werden ertüchtigt. 

Elf Wochen nach der verheerenden Flutkatastrophe arbeiten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Verteilnetzbetreibers Westnetz weiterhin mit Hochdruck an der Wiederherstellung des zum Teil stark beschädigten Stromnetzes in den Hochwassergebieten. 

Nachdem Westnetz die Stromversorgung der betroffenen Kommunen größtenteils provisorisch wiederhergestellt hat, schaut der Verteilnetzbetreiber auf die anstehende Heizsaison und trifft Vorbereitungen für die kalte Jahreszeit. Dabei steht die Stabilisierung und Stärkung des Stromnetzes für eine sichere Versorgung im Fokus.

Der Netzbetreiber analysiert und prüft kontinuierlich die Belastung des Stromnetzes und den notwendigen Energiebedarf in den betroffenen Städten und Kommunen. Er nimmt regelmäßig Messungen im Versorgungsnetz vor, um frühzeitig zu erkennen, an welchen Stellen hohe Belastungen zu erwarten sind. Dies geschieht sowohl analog vor Ort durch eine regelmäßige Überprüfung durch  Netzmonteure als auch digital: In Mittelspannungsstationen werden moderne Messleisten eingebaut, die die Belastungswerte der Ortsnetzstationen erfassen und über Mobilfunk an die Netzplanung von Westnetz überträgt. 
Dr. Johannes Stürmer, Leiter des Krisennotfallstabes der Westnetz, sagt: „Diese fernauslesbaren Messdaten erkennen automatisiert kritische Lastgrenzen und werden helfen, frühzeitig auf eine Überlastung des Stromnetzes reagieren zu können und größere Ausfälle zu vermeiden. Wir stehen auch hier im engen Kontakt mit den kommunalen Rathäusern. Durch die Weitergabe von Ortslagen mit  steigenden Energielasten können wir schneller auf ansteigende Bedarfe im Hinblick auf die kalte Jahreszeit reagieren.“

Neben der Strominfrastruktur wurden auch viele Heizsysteme stark beschädigt. Da auch Ölheizkessel zerstört wurden, können viele Menschen nicht mehr auf ihre bisherige Wärmeaufbereitung zurückgreifen. Somit ist häufig das Heizen mit Strom, der Einsatz von Elektroheizungen oder Durchlauferhitzern, die naheliegende Alternative. Diese absehbare Mehrbelastung des Stromnetzes möchte Westnetz frühzeitig kompensieren und tauscht daher schon jetzt Transformatoren in einzelnen Orten gegen Einheiten mit einer höheren Leistungsfähigkeit aus.


Hinweis der Westnetz

Trotz der fortlaufenden Maßnahmen zur Stabilisierung und Optimierung des Stromnetzes kann es bis zur nachhaltigen Wiederherstellung des Netzes vereinzelt zu Stromausfällen kommen. Das gilt insbesondere dort, wo beispielsweise durch Bautrockner und Durchlauferhitzer ein erhöhter Strombedarf besteht. Bei einer Verwendung eines neuen Heizsystems freut sich Westnetz über einen Hinweis von Bürgerinnen und Bürgern. Nur so kann Westnetz eine gleichmäßige Belastung im Netz managen und auf Dauer eine  konsequente, stabile Leistung gewährleisten.

Über die aktuelle Situation berichtet der Verteilnetzbetreiber auch auf Twitter.