Münster,
11
Februar
2020
|
17:35
Europe/Amsterdam

Westnetz zieht nach Sturm Sabine Bilanz im Münsterland

Westnetz-Techniker an einer Ortsnetzstation

  • Stromversorgung am Dienstag wieder im Normalzustand
  • 400 Mitarbeiter von Westnetz und Partnerfirmen im Einsatz
  • Rund 18.000 Menschen im Münsterland waren von Störungen betroffen

Nachdem sich Orkantief „Sabine“ abgeschwächt hat, zieht Westnetz, Verteilnetzbetreiber von innogy, eine erste Bilanz: Die Auswirkungen des Sturms im Versorgungsgebiet von Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz waren vielfach nicht so stark, wie im Vorfeld befürchtet. Zunächst führte Orkan „Sabine“ ab Sonntagmittag zu zahlreichen Stromausfällen im Westnetz-Gebiet. Ursache waren in den meisten Fällen entwurzelte Bäume und abgebrochene Äste, die die Stromleitungen beschädigten. Die Schwerpunkte der Störungen lagen auch im weiteren Verlauf insbesondere im Raum Trier, im westlichen Rheinland und im Siegerland. In Niedersachsen, der nördlichen Region der Westnetz, hielt sich das Störungsaufkommen in Grenzen.

„Die Stromausfälle im Münsterland waren gut beherrschbar. Wir hatten im Vorfeld das Personal und Entstörungsmaterial an unseren Technikstandorten aufgestockt. Etwa 18.000 Menschen in Nottuln, Füchtorf, Herzebrock, Wadersloh und Ascheberg hatten zeitweise keinen Strom. Ursache waren umgestürzte Bäume oder Äste in unseren Mittelspannungsfreileitungen. Fast alle Kunden konnten wir durch Umschaltungen schnell wieder versorgen. Insgesamt waren im Münsterland rund 260 Ortsnetzstationen der Westnetz von Störungen durch „Sabine“ betroffen. Weniger Unterbrechungen gab es in der Niederspannung. Vor allem in ländlichen Gebieten waren ebenfalls wegen umgestürzter Bäume oder umherfliegender Äste einzelne Haushalte zeitweise ohne Strom.“, sagt Thomas Wiedemann, Leiter des Westnetz-Regionalzentrums Münsterland und Ostwestfalen.

Aufgrund der nach wie vor angespannten Wetterlage gab es im Laufe des Montags weitere Störungen, vor allem in Rheinland-Pfalz und im Siegerland. In der Nacht zum Dienstag beruhigte sich die Lage dann. Am Dienstagmorgen meldeten die meisten der 13 Westnetz-Regionalzentren einen weitgehend normalen Betrieb. Die Reparatur der Schäden wird aber noch einige Tage in Anspruch nehmen, da die Westnetz-Monteure manche Leitungen zunächst nur provisorisch wieder in Betrieb nehmen konnten. Rund 400 Mitarbeiter von Westnetz und von Partnerfirmen sind seit Sonntag im Einsatz.

„Wir haben uns gut auf den Orkan vorbereitet und die Besetzung beispielsweise in den Leitstellen mehr als verdoppelt. Alle Beteiligten haben vollen Einsatz gezeigt und hervorragende Arbeit geleistet. Besonders erfreulich ist, dass wir nach jetzigem Stand keine Unfälle oder schlimmeren Verletzungen zu beklagen haben“, betont Stefan Küppers, Westnetz-Geschäftsführer Spezialtechnik und Digitalisierung.