Trier,
11
Februar
2020
|
17:20
Europe/Amsterdam

Westnetz zieht nach Sturm Sabine Bilanz in der Region Trier

  • Stromversorgung am Dienstag wieder im Normalzustand
  • 400 Mitarbeiter von Westnetz und Partnerfirmen im Einsatz
  • Auch Region Trier von Auswirkungen des Sturmtiefs betroffen

Nachdem sich Orkantief „Sabine“ abgeschwächt hat, zieht Westnetz, Verteilnetzbetreiber von innogy, eine erste Bilanz: Die Auswirkungen des Sturms im Versorgungsgebiet von Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz waren vielfach nicht so stark, wie im Vorfeld befürchtet. Zunächst führte Orkan „Sabine“ ab Sonntagmittag zu zahlreichen Stromausfällen im Westnetz-Gebiet. Ursache waren in den meisten Fällen entwurzelte Bäume und abgebrochene Äste, die die Stromleitungen beschädigten. Die Schwerpunkte der Störungen lagen auch im weiteren Verlauf insbesondere im Raum Trier, im westlichen Rheinland und im Siegerland. In Niedersachsen, der nördlichen Region der Westnetz, hielt sich das Störungsaufkommen in Grenzen.

Auf dem Höhepunkt des Sturms am Sonntagabend waren rund 30.000 Menschen im Versorgungsgebiet ohne Strom, bis zum Montagmorgen reduzierte sich die Zahl deutlich. Aufgrund der nach wie vor angespannten Wetterlage gab es im Laufe des Montags weitere Störungen, vor allem in Rheinland-Pfalz und im Siegerland. In der Nacht zum Dienstag beruhigte sich die Lage dann. Am Dienstagmorgen meldeten die meisten der 13 Westnetz-Regionalzentren einen weitgehend normalen Betrieb.

Die Region Trier war von den Auswirkungen des Orkantiefs „Sabine“ besonders betroffen. Insgesamt ereigneten sich in den Landkreisen Trier-Saarburg, Bernkastel-Wittlich und im Eifelkreis Bitburg-Prüm von Sonntagmittag bis zum Montagabend knapp 60 Stromstörungen. Westnetz hat auch in der Region Trier die Bereitschaftsteams vorsorglich deutlich vergrößert, um sich auf das Sturmtief bestmöglich vorzubereiten. Insgesamt waren an beiden Tagen rund 40 Mitarbeiter im Störungseinsatz, um die Stromversorgung in den betroffenen Orten schnellstmöglich wiederherzustellen.

„Die Zusammenarbeit mit den Einsatzkräften in der Region wie Feuerwehr und Polizei lief aus unserer Sicht hervorragend, so dass wir die Versorgungsunterbrechungen so kurz wie möglich halten konnten. Für diese Unterstützung bedanken wir uns ganz herzlich“, erklärte Jürgen Stoffel, Leiter des Regionalzentrums Trier.

Die Reparatur der Schäden wird aber noch einige Tage in Anspruch nehmen, da die Westnetz-Monteure manchen Stromausfall durch Umschaltungen beheben konnten und nun die defekten Leitungen sukzessive wieder in Stand setzen und in Betrieb nehmen werden. Rund 400 Mitarbeiter von Westnetz und von Partnerfirmen sind seit Sonntag im Einsatz.

„Wir haben uns gut auf den Orkan vorbereitet und die Besetzung beispielsweise in den Leitstellen mehr als verdoppelt. Alle Beteiligten haben vollen Einsatz gezeigt und hervorragende Arbeit geleistet. Besonders erfreulich ist, dass wir nach jetzigem Stand keine Unfälle oder schlimmeren Verletzungen zu beklagen haben“, betont Stefan Küppers, Westnetz-Geschäftsführer Spezialtechnik und Digitalisierung.