Idar-Oberstein,
23
April
2019
|
14:43
Europe/Amsterdam

Wie kommt der Strom ins Haus?

Stolz präsentieren die Schüler ihre selbstgebauten LED-Taschenlampen die sie auch nach dem informativen Tag mit nach Hause nehmen durften.

  • Westnetz-Auszubildende geben Einblicke

  • Schüler der Peter-Caesar-Schule informieren sich

Wie kommt der Strom überhaupt in unsere Steckdosen? Wann ist Strom gefährlich? Das waren Fragen, mit denen sich die Schülerinnen und Schüler der Peter-Caesar-Schule in Idar-Oberstein befasst haben. Sie besuchten die Azubis des Verteilnetzbetreibers Westnetz und informierten sich zum Thema. Nun werden sie die Frage „Woher kommt der Strom?“, bestimmt nicht mehr mit einem lapidaren „Aus der Steckdose!“ beantworten. Denn die Schülerinnen und Schüler der Schule mit dem Förderschwerpunkt ganzheitliche und motorische Entwicklung haben einen Tag lang alles über Strom gelernt.

Um den Jugendlichen den Berufsalltag eines Elektronikers für Betriebstechnik näher zu bringen, erklärten die Azubis den Schülern, wie der Strom in die Steckdose kommt, was man in Sachen Sicherheit alles beachten muss, besichtigten ein Elektrofahrzeug und die E-Ladesäule vor dem Verwaltungsgebäude. Dann bauten sie eine LED-Taschenlampe zusammen die sie als kleines Geschenk mit nach Hause nehmen durften. „In diesem Beruf steht die Sicherheit an oberster Stelle. Denn neben den vielen verschiedenen Geräten und Werkzeugen, die wir für die Arbeiten benötigen, ist auch die persönliche Schutzausrüstung sehr wichtig. Dazu gehören zum Beispiel ein Helm, Arbeitsschuhe und die Schutzausrüstung gegen Absturz“, erläuterte Nils Johann, Azubi im 1. Ausbildungsjahr. Die Auszubildenden nahmen sich eine Menge Zeit, alle Fragen zum Thema Energie zu beantworten. „Dieser etwas andere Unterricht hat sehr viel Spaß gemacht. Ich freue mich, dass ich die Möglichkeit hatte, mein Wissen über das Thema Energie an die Schülerinnen und Schüler weiterzugeben“, zeigte sich Johann, zufrieden.

„Bei Westnetz sind Bewerbungen von schwerbehinderten Menschen willkommen. Die Praxis zeigt, dass sich nur wenige Jugendliche mit Behinderungen um eine Ausbildung bewerben oder Bewerber ihre Behinderung gar nicht erst angeben. Aus diesem Grund ist der gezielte Informationsaustausch von Jugendlichen mit Behinderungen gemeinsam mit den Förderschulen sehr wichtig“, so Volker Lorenz, Ausbildungsleiter in Idar-Oberstein.

Von Inklusion im Unternehmen profitieren alle. Das Unternehmen wird als Arbeitgeber attraktiver und kann seine Fachkräfte im Alter besser an sich binden. Die Beschäftigten mit Beeinträchtigungen sind motiviert und bringen neue Perspektiven ins Unternehmen. Dafür hat Westnetz eigens individuelle Ausbildungsplätze für schwerbehinderte Jugendliche geschaffen und zusätzlich einen Ausbilder mit rehapädagogischer Zusatzausbildung eingestellt. Zudem hat Westnetz eine spezielle Einstiegsmaßnahme eingeführt, um auch lernbehinderten Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, sich mit dem Berufsfeld vertraut zu machen.